Corona und Online-Marketing – wie gehe ich damit um?

Corona und Online-Marketing – wie gehe ich damit um?

Vor einiger Zeit haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt, warum Social Media für Unternehmen so wichtig ist. Doch die Corona-Pandemie wirft neue Fragen auf. Viele sind unsicher wie sie mit der Situation und ihren Budgets umgehen sollen. Wir geben Hinweise. Fest steht, dass Online und damit auch Social Media Marketing gerade in der Krise sehr wichtig bleiben.

Wir blicken wirtschaftlich unsicheren Zeiten entgegen. Keiner kann so genau sagen, wie lange unsere sozialen Kontakte eingeschränkt bleiben, unsere Wirtschaft auf Minimalbetrieb läuft. Da liegt es verständlicherweise nahe, Marketingbudgets herunterzufahren oder gleich komplett einzufrieren. Doch es gibt Argumente, die deutlich dagegensprechen.

Wir alle müssen mehr Zeit als üblich zuhause verbringen, viele Geschäfte sind geschlossen. Eine Folge: Die Internetnutzung ist sprunghaft gestiegen. Einkaufen im Netz und Informieren via Social Media nehmen einen noch viel größeren Stellenwert ein als vor der Pandemie. Das macht sich auch bei den Preisen für Anzeigen-Werbung bei Facebook/Instagram und Google bemerkbar – und darin schlummern Potenziale. Schauen wir uns einmal die Teilbereiche des Online-Marketings genauer an.

Wie passe ich mein Marketing bei Google an die Corona-Lage an?

In dem Moment, wo Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit drohen, sind bestimmte Produkte und Dienstleistungen – gerade auch im medizinischen Sektor – weniger gefragt. Doch das Ende der Krise wird kommen, darauf sollte man sich vorbereiten.

Nehmen wir die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Schon jetzt macht sich eine optimierte Seite bezahlt. Denn die organische Suche ist derzeit besonders wichtig. Es wird vermehrt nach Produkten gesucht, die offline eben nicht verfügbar sind. Genauso ist derzeit einfach mehr Zeit, sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren – wohl dem, der schon jetzt eine SEO-optimierte Seite hat. Denn er wird von der derzeitigen Situation profitieren, weil er in den Suchergebnissen weit oben auftaucht. Aber eines gilt immer: Am Ball bleiben!

Gibt es vielleicht bei eurem Webauftritt Bereiche, die ihr schon länger optimieren wolltet? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. So seid ihr zur Stelle, wenn die Wirtschaft und damit der Konsum wieder Fahrt aufnehmen. Ohnehin ist SEO keine Sache, die sich von heute auf morgen erledigen lässt. Eine gute SEO-Strategie ist langfristig angelegt und bedarf einer kontinuierlichen Überwachung und Anpassung.

Bei der Anzeigenschaltung in Suchmaschinen (SEA) verhält es sich ähnlich. Die Internetleitungen glühen, gleichzeitig sind viele Unternehmen vorsichtiger geworden und investieren weniger in Werbung. Die Folge: Der Tausenderkontaktpreis (CPM) bei Google sinkt – für weniger Geld lassen sich derzeit mehr Menschen erreichen. Das gilt aber nicht für alle Bereiche. Wer „lebensnotwendige“ Güter anbietet, muss sich mit verstärkter Konkurrenz auseinandersetzen. Wer aber zum Beispiel eine Dienstleistung anbietet, die sich in der Zukunft umsetzen lässt, kann von den gesunkenen Kosten profitieren. Zumindest macht es Sinn, sein Budget nicht gänzlich einzufrieren – ganz im Gegenteil. Wer jetzt investiert, kann Lücken schließen, die Konkurrenten hinterlassen. Auf diese Weise lässt sich sogar ein Vorsprung herausarbeiten. Gerade bei Google gilt: Wer nichts tut, wird vergessen. Und da wieder herauszukommen ist langwierig und arbeitsintensiv.

Wie wirkt sich Corona auf meine Social Media Strategie aus?

In den sozialen Medien bestätigt sich mal wieder eine alte Weisheit aus der Kommunikationstheorie: Man kann nicht nicht kommunizieren. Social Media lebt vom Austausch und der Authenzität. Wenn jetzt auf allen Kanälen das große Schweigen einsetzt, könnten Kunden das Gefühl bekommen, man sei nur da, um Dinge zu verkaufen und würde bei Problemen direkt untertauchen. Ein Eindruck, der schädlich wäre.

Trotzdem ist es wichtig, seine Ansprache anzupassen. Zeigt Empathie für die Situation eurer Community. Wenn ihr bereits Redaktionspläne habt, achtet darauf, dass sie thematisch noch immer angemessen sind. Das Gleiche gilt für Werbekampagnen, die bereits laufen oder zeitnah anlaufen sollen. Fingerspitzengefühl ist derzeit mehr denn je gefragt.

Nutzt eure Kanäle auch, um eure Community auf dem Laufen zu halten. Haben sich eure Sprechzeiten verändert? Wie kann man euch jetzt noch erreichen und wie hat sich euer Angebot verändert? Was tut ihr, um euch und andere zu schützen? Informiert eure Fans und Follower.

Informieren ist das Gebot der Stunde. Das gilt auch für eure Produkt- und Dienstleistungspalette. Wenn eure Strategie in erster Linie darauf abzielt, Umsatz zu erzielen, ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt, den Fokus zu verlagern. Möglicherweise ist derzeit besser, einen informativen und erklärenden Ansatz zu wählen. Das ist aber von Einzelfall zu Einzelfall unterschiedlich.

Was bei Google gilt, gilt auch bei Facebook. Die Nutzung von Social Media ist massiv angestiegen, dadurch ergibt sich in den News Feeds der Nutzer mehr Raum für Werbung. Gleichzeitig scheuen viele Anbieter das Risiko und stampfen Kampagnen ein. Die Folge auch hier: Die CPC- und CPM-Kosten bei Facebook sinken. Sie haben zeitweise sogar ein Allzeittief erreicht. Diejenigen, die jetzt mutig sind und ihre Budgets sogar ausweiten, profitieren schon jetzt. Denn mit verhältnismäßig weniger Budget lassen sich nun viel mehr potenzielle Kunden erreichen. Natürlich kann man das aber nicht auf alle Branchen übertragen. Wer jetzt Reisen anbietet, wird es so oder so schwerer haben.

Allerdings haben sich auch die Abläufe bei Facebook, bedingt durch die Corona-Pandemie, verändert: Bei Anzeigenschaltung und Co. braucht es ein wenig Geduld. Die Prüfungen können eine Weile dauern – also lieber langfristig planen.

Lasst es uns kurz zusammenfassen. Wer schon jetzt eine gute SEO hat, kann sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Betreiber von Seiten, bei denen das nicht der Fall ist, bekommen vor Augen geführt, warum es so wichtig ist. In den sozialen Medien nehmen der direkte Austausch und die informative Nutzung einen größeren Stellenwert ein, während das Verkaufen in den Hintergrund rückt. Dennoch lassen sich mit guten und gezielten Kampagnen mitunter günstiger Ergebnisse erzielen.

Habt ihr Fragen oder können wir euch anderweitig weiterhelfen? Dann meldet euch gerne bei uns! Wir sind auch wie gewohnt zu erreichen!

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